06.05.2022

IWK Lapua-Cup Berlin - Landeskader Gewehr - 26.-30.04.2022

 

Tag 1: 700 km für einen Wurm

Mit fünf hochmotivierten und gut vorbereiteten Schützinnen und Schützen sowie drei ebenso eingestellten Betreuern, fuhr eine Abordnung des Saarländischen Gewehrkaders nach Berlin in die Walther Arena.

Am Anreisetag absolvierten alle Sportler noch eine kleine Trainingseinheit und verstauen danach die Ausrüstungen, bevor wir ins Hotel in der Nähe des Flughafens Schönefeld eincheckten.

Nach einer kurzen Mannschaftsbesprechung zog sich jeder in sein Zimmer zurück und erholte sich von den bisherigen Anstrengungen. Waren wir am Morgen noch im strömenden Regen gestartet, war das Wetter hier in Berlin angenehm und trocken.

Am frühen Abend ging es dann zu Fuß in ein Restaurant zum Essen. Dabei wurde im Beilagensalat von Katharina ein lebender Wurm entdeckt. Trotz dieser Aufregung, fand der Tag dann doch noch einen angenehmen Abschluss.

 

 

Tag 2: 10,9….zwei Rekorde und Musik

Nach einem guten Hotel-Frühstück ging es mit dem Mannschaftsbus gemeinsam zur 1,7 km entfernten Schießanlage.

Unsere drei Junioren starteten pünktlich um 10:00 Uhr mit dem 60 Schuss Wettkampf. Trotz der deutlich erkennbaren Aufregung aller Drei, gelang es Valentin und Leon den jeweiligen persönlichen Rekord zu verbessern.

Valentin lag nach dem Grunddurchgang mit 604,6 (575) Ringen auf Platz 4. Beachtlich ist, dass er mit einer 103,0 (98) Serie seinen Wettkampf startete.

Kaum weniger erfolgreich war Leon mit 602,3 (573) Ringen auf dem 5 Platz nach dem Vorkampf.

Ihm gelang das Kunststück, dass er bei seinen 60 Schuss 3x die 10,9 und 3x die 10,8 treffen konnte.

Luca setzte sich in der Qualifikation mit 595,2 (568) Ringen auf den siebten Platz. Somit waren alle drei für das Finale qualifiziert.

In einer eigenen Finalhalle schossen dann 8 Junioren im Alter von 14 bis 20 Jahren das LG 10m Finale. In ihrem ersten internationalen Einsatz belegten die Saarländer Jungs am Ende die Plätze 5, 6 und 7.

Das ausgefallene Mittagessen wurde im Anschluss im Restaurant in der Walther Arena nachgeholt.

Zurück im Hotel wurde nicht viel Zeit vergeudet und nach einem kurzen Fußweg zur S-Bahn fuhren alle gemeinsam in die Innenstadt Berlin. Wir sahen uns verschiedene Sehenswürdigkeiten und Gebäude an. Am Brandenburger Tor gab es wegen einer Demonstration ein großes Polizei Aufgebot.

öZu Fuß ging es dann weiter zum Hard Rock Café Berlin. Nach einer guten Stunde Wartezeit bekamen wir dort einen Sitzplatz. Live Musik, gutes Essen und gute Stimmung ließen uns einen schönen Abend in Berlin erleben. Nach einer Stunde S-Bahn Fahrt erreichten wir sehr Müde das Hotel.

 

 

Tag 3: Das Saarland rettet Bayern

Der Donnerstag begann schon wie gewohnt mit Frühstück und der Fahrt zur Walther Arena. Heute waren die Juniorinnen am Start.

In zwei Durchgängen und einem hochklassigen internationalen Feld mit einigen erfahrenen Nationalkaderschützinnen erreichte Katharina mit 608,2 (580) Ringen den 13. Platz und Marie mit 619,7 (589) Ringen den 3. Platz im Vorkampf.

Sie Qualifizierte sich damit für das Finale, das sie mit dem 4.Platz beendete.

Damit waren die Einzelwettbewerbe erfolgreich beendet und die zuvor gesetzten Ziele bei weitem übertroffen. Beim anschließenden Mittagessen, wurden wir vom Bayrischen Landestrainer (Marco Müller) angesprochen ob in unserer Gruppe noch ein männlicher Schütze für ein Mixed Team am Freitag frei wäre. Da wir nur 2 Teams gemeldet hatten, war Valentin nicht für den Einsatz in einem Mixed Team eingeplant und wäre somit am Freitag schießfrei. Den Bayern fehlte ein Junge, und so wurde in einer Saarländisch-Bayrischen Freundschaft ein Team mit Valentin und einer Bayrischen Schützin für den Freitag nachgemeldet.

Zurück im Hotel gab es eine kurze Teambesprechung und danach einen Fußmarsch entlang der ehemaligen Berliner Mauer zum Pizza essen. Auch dieser Tag war sehr ereignisreich und ermüdend.

 

 

Tag 4: Neue Freunde und neue Erfahrungen

Am letzten Wettkampftag standen die Mixed Bewerbe auf dem Programm. Nach Frühstück und Fahrt begannen sofort die Vorbereitungen dafür.

Marie und Luca sowie Katharina und Leon waren im ersten Durchgang um 9:00 Uhr an der Reihe.

 

Valentin dufte mit seiner Bayrischen Partnerin Kerstin im zweiten Durchgang um 10:30 Uhr starten. Bei allen sechs, war die Aufregung stark spürbar. Aber auch die Betreuer waren nicht wie gewohnt ruhig.

 

Das es fast unmöglich war in das Finale der besten vier Teams zu kommen war allen klar. Standen doch mit nur wenigen Ausnahmen die besten europäischen Luftgewehr Schützinnen und Schützen am Stand. Bei diesem Wettbewerb machen im Vorkampf beide Partner jeweils 30 Wertungsschüsse. Dafür haben sie nur 30 Minuten Zeit. Die beiden besten Teams schießen dann im Anschluss um die Goldmedaille.

Unsere Teams schlugen sich beachtlich und so kann bescheinigt werden, dass die Fahrt nach Berlin für den Saarländischen Gewehrkader ein voller Erfolg war. Der Verband kann stolz auf seinen Elite Nachwuchs sein.

Die Erfahrungen die, die Sportler in diesen Tagen sammelten können im Training nicht erworben werden.

 

 

Tag 5: Die Heimfahrt…..

Die Tage in Berlin waren für die Schützen und auch die Betreuer ein unvergessliches Erlebnis.

Am frühen Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück ging es los, zunächst noch in die Walther Arena die Waffen abholen und auf in die Heimat.

Mit guter Laune verbrachten wir eine entspannende Fahrt mit Spielen und Gesprächen.

 

Die Kaderschützen freuen sich schon auf ihren nächsten Wettkampf.

 

(Geschrieben von Klaus Kirchner)

 

09.04.2017

33. ISAS in Dortmund

Klara Schaufert
Luftgewehranlage während der Vorbereitung LG Juniorinnen

Auch in diesem Jahr war eine Delegation unseres LLZ-Gewehr-Kaders am Start. Um die Juniorenwettkämpfe aufzuwerten hat sich der WSB schon im letzten Jahr dazu entschieden, die Junioren an einem separaten Wochenende starten zu lassen. Auch dieses Jahr haben viele Nationen und Landesverbände die Gelegenheit genutzt ihren Nachwuchs an den Start zu schicken.

Gerade an den Teilnehmerzahlen in den Luftdruckwettbewerben wird deutlich wie hoch das Interesse an solchen Wettkämpfen für den Nachwuchsbereich ist. So waren gerade in der stärksten Gruppe, den Juniorinnen, mit 96 Starts 30 % mehr Starterinnen wie im letzten Jahr vertreten. Aber nicht nur die Teilnehmerzahl ist beeindruckend, auch die dort gezeigten Spitzenleistungen bewegen sich auf internationalem Niveau.
Ziel unserer Teilnahme ist unserem Nachwuchs die Gelegenheit zu bieten ihre Fähigkeiten zu testen. Wieviel Aufregung halte „ich“ aus?
Aber auch zu sehen, wie machen es die anderen. Wie verhalten sich die Spitzenschützen beim Wettkampf.
Wie sehen die Anschläge der Spitzenreiter aus? Wie sind ihre Bewegungsabläufe? Hier können sie die Stimmung in der Halle live erleben, die sie bestenfalls aus Erzählungen von Trainern kennen. Also steht nicht nur das eigene Schießen im Vordergrund.
Hier finden sie die Gelegenheit auch mal in direkten Kontakt mit Spitzenschützen zu treten. Erfahrungen
zu machen und Erkenntnisse daraus zu gewinnen. Einblicke die die Motivation unserer Teilnehmer steigern
sollen. Diese Erfahrungen in die gesamte Gruppe mitzunehmen und somit einen weiteren Baustein
für zukünftige Spitzenleistung hinzuzufügen. Gerade für unsere Schützen aus dem Jugendbereich die bei
diesem Wettkampf mit den Junioren in einer Klasse schießen müssen und noch einige Jahre dort starten
können ein wichtiger Schritt für ihre Leistungsentwicklung.
Dieses Jahr durften wieder Katharina Hein, Lea Nitschke, Niklas Hinsberger und Tim Fellinger teilnehmen.
Den ersten Start bei der ISAS hatten unsere Schützen Michele Camus, Klara Schaufert und Leon Thieser.
Alle Schützen bewegten sich im Bereich ihrer normalen Leistung.
Die Ergebnisse unser Schützen könnt ihr auf der Internetseite des WSB unter dem Link
isas17.wsb1861.de unter dem Reiter „Jugend“ einsehen.
Einziger Erwachsener bei der diesjährigen ISAS war Max Follmann. Auch sein Ergebnis findet ihr im gleichen
Link unter dem Reiter „Erwachsene“.


Bericht und Bilder: Iris Zimmer Trainerin LLZ SVS Sparte Gewehr


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