Bundes(jugend)königsschießen in Frankfurt/Main – Unsere Majestäten vertraten würdig das Saarland
Die Schützentradition und das Brauchtum sind neben dem sportlichen Wettkampf ein fester und bedeutender Bestandteil der Schützenkultur im Deutschen Schützenbund, in den Landesverbänden und ihren Untergliederungen. Dabei können Traditionen und Bräuche sehr unterschiedlich gelebt werden – und genau diese Vielfalt macht das Schützenwesen bis heute so besonders.
Doch wie wird man eigentlich Teilnehmer beim Bundes(jugend)königsschießen?
In den Vereinen und Kreisen gehört die Ermittlung der Königshäuser seit jeher zu den schönsten und wichtigsten Traditionen. Ob durch den besten Schuss, das Schießen auf den Holzadler oder andere regionale Bräuche – überall werden mit großer Freude und feierlichem Rahmen die neuen Majestäten gekürt. Die Inthronisierung erfolgt oftmals im Rahmen eines Schützenfestes oder eines festlichen Königsballs. Für ein Jahr dürfen die Siegerinnen und Sieger voller Stolz die Königskette und die Würde ihres Amtes tragen.
Auch im Schützenverband Saar findet jährlich das traditionelle Landeskönigsschießen statt. Wer hier die Königswürde erringt, darf anschließend den Landesverband beim Bundes(jugend)königsschießen des Deutschen Schützenbundes vertreten – ein ganz besonderes Erlebnis und Höhepunkt im Schützenjahr.
Ausrichter des diesjährigen Traditionswettkampfes war der Hessische Schützenverband, der zugleich sein 75-jähriges Gründungsjubiläum feierte. Für das Saarland gingen unsere Landesjugendkönigin Elena Dewes sowie unser Landeskönig Pascal Eber an den Start. Unser Landesseniorenkönig Bernd Schneider war diesmal noch nicht als Teilnehmer dabei, da die Einführung eines Bundesseniorenkönigs erst ab 2027 beim Deutschen Schützenbund vorgesehen ist.
Für unsere Delegation begann ein erlebnisreiches Wochenende mit der Reise nach Frankfurt am Main. Gemeinsam unterwegs waren Elena Dewes mit ihren Eltern, Pascal Eber mit seiner Partnerin, Landessportleiter Jens Quoiffy, Vizepräsident Dominik Gehl sowie Landespressereferentin Birgit Gehl.
Bereits der Auftakt war etwas ganz Besonderes: Die Stadt Frankfurt empfing den Deutschen Schützenbund, die Landesverbände und ihre Majestäten feierlich im Römer, genauer gesagt im historischen Kaisersaal. Dort wurde deutlich, wie lebendig und verbindend das deutsche Schützenwesen bis heute ist. Beim anschließenden Grillabend im Landesleistungszentrum, zu dem die Hessische Schützenjugend eingeladen hatte, klang der erste Tag in geselliger Atmosphäre aus.
Am Samstag wurde es dann ernst. Mit Donner und Knall eröffnete die Hessische Böllergruppe eindrucksvoll die Wettbewerbe. Die Spannung war groß: Welchen Platz würden unsere Majestäten erreichen?
Beim Bundesjugendkönigsschießen traten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahrgänge 2006 und jünger gegeneinander an, anschließend folgte das Bundeskönigsschießen der Erwachsenen. Die Majestäten aller 20 Landesverbände kämpften im Landesleistungszentrum Hessen um die Würde des Bundes(jugend)königs beziehungsweise der Bundes(jugend)königin.
Geschossen wurden innerhalb von 30 Minuten jeweils 20 Schuss stehend freihändig mit Luftgewehr oder Luftpistole. Entscheidend war jedoch am Ende nur ein einziger Schuss – der beste sogenannte „Teiler“, dabei zählt der geringste Abstand zur Scheibenmitte. Neben Können und Konzentration gehört deshalb auch immer ein wenig Glück dazu. In diesem Jahr gingen ausschließlich Luftgewehrschützen an den Start.
Besonders spannend: Während des Wettkampfes gab es keine genaue Trefferanzeige. Erst am Abend beim großen Bundesschützenball im Saalbau Griesheim wurden die Platzierungen bekanntgegeben. Unter großem Applaus verkündeten die Verantwortlichen des Deutschen Schützenbundes die Ergebnisse und nahmen gemeinsam mit DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels die feierliche Proklamation der neuen Bundesmajestäten vor.
Unsere saarländischen Vertreter konnten dabei mit starken Leistungen überzeugen. Elena Dewes erreichte mit einem Teiler von 119,2 einen hervorragenden 17. Platz im Bundesjugendkönigsschießen. Pascal Eber belegte mit einem Teiler von 85,3 einen beachtlichen 12. Platz beim Bundeskönigsschießen und vertraten damit das Saarland in würdiger Weise auf Bundesebene.
Auch wenn in diesem Jahr kein Titel ins Saarland ging, standen Gemeinschaft, Tradition und das besondere Erlebnis eindeutig im Mittelpunkt. Genau diese Werte machen das Schützenwesen seit Generationen aus und verbinden Jung und Alt weit über sportliche Erfolge hinaus.
Unsere Majestäten werden ihre Königswürde und die Königsketten vom Schützenverband Saar nun bis 2027 mit Stolz tragen – als sichtbares Zeichen einer lebendigen Tradition.
Und schon jetzt blickt der Schützenverband Saar voller Vorfreude auf den Deutschen Schützentag 2027 in Schwerin. Dann wird erstmals auch ein Bundesseniorenkönig ausgeschossen werden. Wir sind gespannt, welche Majestäten das Saarland dort vertreten und unsere Tradition erneut würdig nach außen tragen werden.
Bis zum nächsten Mal
eure Landespressereferentin
Birgit Gehl
Link Ergebnisse Bundesjugendkönig






