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Deutsche Meisterschaft Feldbogen 2026: Krimi bis zur letzten Scheibe

Kellinghusen, 8./9. August 2026 – Hohe Temperaturen, wechselnde Lichtverhältnisse und ein Parcours, der seine Herausforderungen nicht unbedingt auf den ersten Blick preisgab:

Die Deutsche Meisterschaft im Feldbogenschießen verlangte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im schleswig-holsteinischen Kellinghusen alles ab. Vom 8. bis 9. August traf sich die deutsche Feldbogen-Elite zur nationalen Meisterschaft – mit dabei sechs saarländischen Starterinnen und Starter, die sich auf der anspruchsvollen Strecke erfolgreich behaupteten.
Der Weg von der Saar nach Kellinghusen war weit, doch die lange Anreise sollte sich für die saarländischen Bogenschützinnen und Bogenschützen lohnen. Der Parcours präsentierte sich insgesamt relativ eben und wartete nicht mit großen Höhenunterschieden auf. Seine besonderen Tücken lagen vielmehr in den wechselnden Licht- und Schattenverhältnissen.
Gerade das Spiel von Sonne und Schatten machte die Zielbilder zu einer besonderen Herausforderung. Immer wieder mussten die Schützinnen und Schützen ihre Einschätzung an die veränderten Bedingungen anpassen. Auch die Entfernungen waren nicht immer leicht einzuschätzen. Was auf den ersten Blick wie ein überschaubarer Parcours wirkte, verlangte deshalb in vielen Situationen höchste Konzentration und eine präzise Einschätzung.

Bei den hohen Temperaturen waren die schattenspendenden Bereiche des Parcours besonders willkommen. Doch auch im Schatten blieb die sportliche Herausforderung groß. Feldbogenschießen verlangt neben technischer Präzision ein hohes Maß an Kondition, Konzentration und mentaler Stärke – Eigenschaften, die bei einer Deutschen Meisterschaft über zwei Wettkampftage besonders gefordert sind.

Bianca Speicher mitten im Medaillen-Krimi

Für den spannendsten Moment aus saarländischer Sicht sorgte Bianca Speicher von den Burgschützen Büschfeld in der Klasse Recurve Damen.
Gemeinsam mit Svenja Herrmann (NS) und Daniela Klesmann (WT) lieferte sie sich über den gesamten Wettbewerb einen packenden Dreikampf. Das Trio lag über weite Strecken Kopf an Kopf. Zwischenzeitlich konnte sich sogar Bianca Speicher an die Spitze setzen.

Dann wurde es auf der letzten Scheibe noch einmal richtig spannend. Zu diesem Zeitpunkt lagen Svenja Herrmann, Daniela Klesmann und Bianca Speicher punktgleich – der Ausgang des Dreikampfs war völlig offen. Jeder einzelne Pfeil konnte nun über Gold, Silber und Bronze entscheiden.

Für Bianca Speicher lief die letzte Scheibe leider nicht ganz nach Wunsch. Doch trotz dieses kleinen Rückschlags bewies sie Nervenstärke und brachte den Wettkampf mit insgesamt 334 Ringen erfolgreich zu Ende.

Damit sicherte sie sich die Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft.
 

Wie eng die Entscheidung war, zeigt der Blick auf das Ergebnis: zwischen Gold, Silber und Bronze lagen jeweils lediglich zwei Ringe. Für Speicher war die Bronzemedaille damit der verdiente Lohn für einen starken Wettkampf, bei dem sie bis zum letzten Pfeil um den Titel mitkämpfte.

Sechs Saarländer mit starken Leistungen

Neben der Bronzemedaille von Bianca Speicher konnten auch die weiteren saarländischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit guten Leistungen und zum Teil mit vorderen Platzierungen überzeugen.
Bei der Recurve Jugend zeigte Lotta Berweiler von den Burgschützen Büschfeld eine starke Leistung. Mit 318 Ringen belegte sie den 7. Platz und platzierte sich damit im vorderen Teilnehmerfeld.

In der Klasse Recurve Damen belegte Kathrin Kölsch vom SV Mach mit Bexbach mit 297 Ringen den 10. Platz. Kathrin Jacobs von den Burgschützen Büschfeld erreichte mit 248 Ringen den 21. Platz.
Bei den Herren mit dem Compoundbogen erreichte André Schön von den BSF Litermont mit 396 Ringen den 11. Platz.
In der Klasse Compound Master männlich belegte Alexander Zitzmann von den BSF Litermont mit 366 Ringen den 23. Platz.
Damit konnten unsere sechs saarländischen Starter ihre Leistungsfähigkeit auch auf nationaler Ebene unter Beweis stellen.
 


Die Deutschen Meisterschaften haben einmal mehr gezeigt, wie anspruchsvoll das Feldbogenschießen ist. Anders als auf einem klassischen Bogenplatz gilt es, sich ständig auf neue Situationen einzustellen. Unterschiedliche Lichtverhältnisse, wechselnde Distanzen, Geländegegebenheiten und die Konzentration über einen langen Wettkampftag verlangen den Sportlerinnen und Sportlern einiges ab.
Dazu kommt die körperliche Belastung. Die Wege zwischen den Scheiben, die hohen Temperaturen und die ständige Konzentration machen eine entsprechende Vorbereitung und Fitness unerlässlich.

Gerade deshalb ist eine Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft bereits eine besondere sportliche Leistung. Für die saarländischen Bogenschützinnen und Bogenschützen bedeutete die Reise nach Kellinghusen nicht nur einen Wettkampf auf höchstem nationalem Niveau, sondern auch die Möglichkeit, sich mit den besten Feldbogenschützen Deutschlands zu messen.

Erfolgreicher Auftritt des Schützenverbandes Saar

Mit der Bronzemedaille von Bianca Speicher kann der Schützenverband Saar auf eine erfolgreiche Deutsche Meisterschaft Feldbogen 2026 zurückblicken.
Besonders der packende Dreikampf in der Recurve-Damenklasse und die Entscheidung an der letzten Scheibe werden aus saarländischer Sicht sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Dass Bianca Speicher nach einem solchen Krimi die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen konnte, ist ein großartiger Erfolg.

Die sechs saarländischen Starterinnen und Starter haben den Schützenverband Saar bei der Deutschen Meisterschaft Feldbogen 2026 erfolgreich vertreten und eindrucksvoll gezeigt: Auch wenn der Weg von der Saar nach Kellinghusen weit war – sportlich war das Saarland ganz nah dran an der deutschen Spitze.

Herzlichen Glückwunsch an Bianca Speicher zur Bronzemedaille sowie an unseren Startern zu ihren starken Leistungen in Kellinghusen!

Bis zum nächsten Mal
Eure Landespressereferentin

Birgit Gehl

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