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Landesmeisterschaft Feldbogen 2026 in Düppenweiler – Bogensport unter Extrembedingungen

Düppenweiler, 21. Juni 2026 – Bereits am frühen Morgen zeichnete sich ab, dass die Landesmeisterschaft Feldbogen 2026 nicht nur sportlich, sondern auch körperlich eine besondere Herausforderung werden würde. Bei Temperaturen, die im Laufe des Tages auf nahezu 40 Grad Celsius anstiegen und sogar eine amtliche Warnung vor extremer Hitze nach sich zogen, trafen sich die besten Feldbogenschützinnen und -schützen des Landes auf dem Gelände des Schützenvereins Diana Düppenweiler e.V., um ihre Landesmeister zu ermitteln und sich für die Deutsche Meisterschaft in Kellinghusen (Schleswig-Holstein) am 8. und 9. August 2026 zu qualifizieren.
 


Anspruchsvoller Parcours fordert die Teilnehmer

Die Disziplin Feldbogen zählt zu den abwechslungsreichsten und anspruchsvollsten Wettbewerben im Bogensport. Geschossen wurden insgesamt 24 Ziele, wobei auf jedes Ziel drei Pfeile abgegeben wurden. Die erste Runde führte über zwölf Ziele mit unbekannten Entfernungen, bei denen das richtige Einschätzen der Distanz entscheidend war. In der zweiten Runde warteten weitere zwölf Ziele mit bekannten Entfernungen auf die Teilnehmer.
Die Wertung erfolgte nach dem klassischen Feldbogensystem: Das goldene Zentrum wurde mit sechs Ringen bewertet, der äußere Goldbereich mit fünf Ringen. Die schwarzen Wertungszonen brachten vier, drei, zwei oder einen Ring.
Geschossen wurde in Gruppen von zwei bis vier Schützen. Nach Abschluss eines Ziels wechselte die Gruppe zur nächsten Scheibe. Die jeweiligen Schießpositionen waren durch gelbe, blaue und rote Pflöcke gekennzeichnet, die entsprechend der Bogen- und Altersklassen unterschiedliche Entfernungen vorgaben.
 


Feldbogen – mehr als nur Präzision

Feldbogen verlangt weit mehr als nur einen sauberen Schuss. Die Schützinnen und Schützen mussten Entfernungen zwischen fünf und 60 Metern bewältigen. Dabei kamen vier verschiedene Auflagengrößen mit Durchmessern von 20, 40, 60 und 80 Zentimetern zum Einsatz.
Besonders reizvoll macht diese Disziplin das Gelände selbst. Die Ziele waren sowohl im Wald als auch auf offenem Gelände aufgebaut. Die Teilnehmer mussten sich ständig auf wechselnde Lichtverhältnisse einstellen – von sonnendurchfluteten Lichtungen in schattige Waldabschnitte und wieder zurück. Bergauf- und Bergabschüsse, das Spiel aus Sonne und Schatten sowie teils weite Distanzen verlangten höchste Konzentration und Erfahrung.
Geschossen wurde in den Bogenklassen Olympischer Recurvebogen, Blankbogen und Compoundbogen. Von den jüngsten Teilnehmern der Schülerklasse C bis hin zu den Senioren waren alle Altersgruppen vertreten. Dies unterstreicht die besondere Vielfalt des Bogensports, der generationsübergreifend begeistert.

Hitze als zusätzlicher Gegner

Neben dem Parcours war die extreme Hitze der wohl härteste Gegner des Tages. Während auf den freien Flächen die Sonne erbarmungslos auf Schützen und Helfer niederbrannte, bot der Wald zumindest zeitweise etwas Schutz und angenehmere Bedingungen.
Umso bemerkenswerter waren die Leistungen aller Beteiligten. Bereits am Freitag und Samstag hatten zahlreiche Helfer des ausrichtenden Vereins unter denselben schwierigen Bedingungen den gesamten Parcours aufgebaut und die Meisterschaft vorbereitet. Ihr Einsatz sorgte dafür, dass die Veranstaltung reibungslos durchgeführt werden konnte.

Unsere Landesmeister – herzlichen Glückwunsch
Recurve Herren – Heiko Bartzen – SV Büschfeld – 314 Ringe
Recurve Damen – Bianca Speicher – SV Büschfeld – 347 Ringe
Recurve Master m – Achim Kallenbrunnen – SV Wadgassen – 239 Ringe
Recurve Senioren – Klaus Seckler – SV Merzig – 241 Ringe
Recurve Jugend w – Lotta Berweiler – SV Büschfeld – 300 Ringe
Compound Herren – André Schön – SV Litermont – 387 Ringe
Compound Master m – Alexander Zitzmann – SV Litermont – 375 Ringe
Compound Senioren – Nikolaus Schmitt – SG Welschbach – 227 Ringe
Compound Jugend – Linus Raber Bogensportschule Saar – 331 Ringe
Blankbogen Herren – Durdu Karaca – SV Litermont – 261 Ringe
Blankbogen Damen – Carina Otto – SV Litermont – 188 Ringe
Blankbogen Master m – Martin Wolpers – SV Ensheim – 283 Ringe
Blankbogen Senioren – Klaus Finck – SV Wiebelskirchen – 180 Ringe
Blankbogen Seniorinnen – Rosemarie Otto – SV Litermont – 201 Ringe
Blankbogen Schüler A – Henning Barth – SV Büschfeld – 200 Ringe
Blankbogen Schüler B – Felix Bungert – Bogensportschule Saar – 101 Ringe
Blankbogen Juniorinnen – Basmalh Al-Nuaimi – BS Sulzbachtal – 150 Ringe

Großes Lob für den Schützenverein Diana Düppenweiler

Von vielen Teilnehmern gab es ein besonderes Lob für den Schützenverein Diana Düppenweiler e.V. Die Verantwortlichen hatten einen technisch anspruchsvollen und abwechslungsreichen Parcours gestaltet, der sowohl im Wald als auch auf dem Bogenplatz interessante und herausfordernde Schüsse bot.
Ebenso positiv wurde die hervorragende Verpflegung aufgenommen. Angesichts der außergewöhnlichen Temperaturen war die Versorgung mit Getränken und Speisen ein wichtiger Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung und wurde von den Schützinnen und Schützen sehr geschätzt.

Kampfrichter und Nachwuchs im Einsatz

Für die regelkonforme Durchführung der Meisterschaft sorgte das erfahrene Kampfrichterteam um die leitende Kampfrichterin Andrea Wein-Huckert. Unterstützt wurde sie von Landesbogenreferent Martin Krob, dem stellvertretenden Landesbogenreferenten Norbert Kleber sowie Kampfrichterin Elke Wolpert.
Eine besondere Rolle spielten zudem die angehenden Kampfrichter B Bogen Claus Mayer, Jean-Luc Ludt, Katharina Huckert und Jannik Huckert. Die vier Trainees absolvierten bei der Landesmeisterschaft den praktischen Teil ihrer Ausbildung im Modul Feldbogen und unterstützten das Kampfrichterteam während des gesamten Wettkampftages engagiert und zuverlässig.
 


Ein langer, aber erfolgreicher Meisterschaftstag

Der Wettkampftag begann bereits um 8:15 Uhr und zog sich bis zur Siegerehrung gegen 17 Uhr. Trotz der enormen Belastungen durch die Hitze zeigten die Teilnehmer beeindruckende Leistungen und bewiesen einmal mehr die Faszination des Feldbogensports.
Nach der Ehrung der Landesmeister und der erfolgreichen Qualifikanten für die Deutsche Meisterschaft ließen viele Schützen, Helfer und Kampfrichter den Tag bei einem gemütlichen Beisammensein ausklingen. Dabei standen die Erlebnisse auf dem Parcours, spannende Schüsse und der Austausch unter Gleichgesinnten im Mittelpunkt.
Die Landesmeisterschaft Feldbogen 2026 in Düppenweiler wird den Teilnehmern nicht nur wegen der sportlichen Leistungen in Erinnerung bleiben. Sie war vor allem ein Beispiel für hervorragende Organisation, großes ehrenamtliches Engagement und die besondere Gemeinschaft, die den Bogensport auszeichnet.

Bis zum nächsten Mal

Eure Landespressereferentin
Birgit Gehl

Link zur Bildergalerie (Bilder von Norbert Kleber)